Weshalb Unternehmen ihre Daten vor Spionage schützen sollten

Nach den Enthüllungen des ehemaligen CIA- und NSA-Mitarbeiters ‚Edward Snowden‘ bezüglich PRISM, dem gigantischen Spionageprogramm der amerikanischen Regierung, haben die Nutzer die Gefahr, erkannt, die für ihre digitalen Daten besetzt. Immer mehr Internetnutzer, Unternehmen und Privatpersonen, nutzen heute elektronische Dienste (Mailbox, soziale Netzwerke etc.), die eigentlich den Schutz persönlicher digitaler Daten vor unerwünschter Veröffentlichung durch Dritte garantieren.

Ein Bericht der Virenschutzfirma Symantec zeigte allerdings bereits 2012, dass sich die Techniken der weltweiten Cyberkriminalität verbessert haben und dass sich auch das Ziel von Spionen und Hackern weiterentwickelt hat. Spione sind jetzt mehr an F&E-Dienstleistungen interessiert und greifen auch kleine und mittlere Unternehmen an.

Der Berater Mathieu Poujol vom Marktforschungsinstitut Pierre Audoin Consultants erklärte, dass Unternehmen – dank der PRISM-Affäre – ihre digitale Verwundbarkeit erkannt haben und wie wichtig es jetzt ist, ihre Daten zu schützen. Der Experte erläuterte, dass kein Unternehmen vor digitaler Spionage und Hacking sicher sei: alle Wirtschaftsbereiche seien betroffen. Poujol erklärte auch, dass es eine Kluft gibt zwischen großen Unternehmen wie Sony zum Beispiel, die in der Lage sind, sich selbst zu schützen, und kleinen Unternehmen gibt, die sich der Risiken weniger bewusst sind und daher weniger gewappnet sind, um dem Problem zu begegnen.

Im vergangenen September sagte der Google-Vorsitzende Eric Schmidt während einer von der New America Foundation organisierten Veranstaltung, dass Spionage schon seit Jahren Realität sei. Er plädierte für mehr Transparenz seitens der amerikanischen Regierung bezüglich der Nutzung digitaler Daten und der digitalen Überwachung, weigerte sich jedoch, sich zu den Spionageaktionen zu äußern.

Die Erklärungen von Ray Kurzweil, Google Director of Engineering, in einem Interview mit der britischen Zeitung The Observer sollten alle Nutzer von Google ebenfalls beunruhigen. In diesem Interview erklärte Kurzweil, dass „Google in etwa 15 Jahren Antworten auf Ihre Fragen geben wird, bevor Sie sie überhaupt gestellt haben“. Es wird jede E-Mail lesen, die Sie geschrieben haben, jedes Dokument, das Sie überprüft haben, und jeden Sucheintrag, den Sie in sein System eingegeben haben. Google wird Sie besser kennen als Ihr Ehepartner oder Ihr Lebensgefährte, wahrscheinlich besser als Sie selbst. Computer sind dabei, die Semantik dessen, was sie lesen, zu verstehen“.

Abschließend sollten Unternehmen wissen, dass sich die europäischen und amerikanischen Datenschutzgesetze stark unterscheiden. Belgien genießt eines der strengsten Datenschutzgesetze. Das Gesetz zum Schutz des Privatlebens vom 8. Dezember 1992 schützt die Bürger vor jeder missbräuchlichen Verwendung ihrer persönlichen Daten. Es schuf eine unabhängige Kontrollinstanz (Commission de la protection de la vie – Kommission zum Schutz der Privatsphäre),  die sicherstellt, dass persönliche Daten unter Beachtung der Privatsphäre und der damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen verwendet werden, um die Daten und die Privatsphäre der Bürger zu schützen.

In den USA hat die NSA dagegen in den letzten Monaten tausende Male gegen die Gesetze zum Schutz der Privatsphäre verstoßen. Nach Angaben der Washington Post hat die NSA im Jahr 2012 Hunderttausende von E-Mail-Adressen gesammelt.

Es ist daher wichtig, dass sich die Nutzer, Unternehmen und Privatpersonen, vor solchen Praktiken schützen, indem sie ihre Daten auf hochsicheren europäischen Servern speichern, die die Achtung ihrer Privatsphäre garantieren und sich legal verhalten.

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Werner Grohmann

Werner Grohmann ist Online-Redakteur und Content Marketingberater für deutsche und internationale IT-Unternehmen. Er ist für die deutsche Version des Mailfence Blogs verantwortlich.

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