Geschäftsdaten – Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Datenspionage

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Seit den Enthüllungen von Snowden ist uns allen klar, dass unsere digitalen Daten nicht automatisch sicher sind. Das Risiko beschränkt sich nicht nur auf Staaten und Regierungen. Insbesondere andere Unternehmen könnten an bestimmten vertraulichen Informationen über Sie interessiert sein. Manche sind möglicherweise sogar gewillt, ein Vermögen für diese Informationen zu bezahlen, selbst wenn das bedeutet, dass sie sich dafür an illegalen Aktivitäten wie etwa der Wirtschaftsspionage beteiligen müssen. Und sie werden immer Söldner*innen finden, die die mit diesen Aktivitäten verbundenen Risiken auf sich nehmen, um ihnen diese Informationen zu beschaffen. Sie müssen also lernen, wie Sie Ihre Geschäftsdaten schützen können, damit Sie nicht von anderen Unternehmen ausgespäht werden.

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Was ist Wirtschaftsspionage (oder Industriespionage oder Cyberspionage)?

Industrie-, Cyber- oder Wirtschaftsspionage umfasst alle Aktivitäten, die darauf abzielen, an geheime Informationen zu gelangen, mit denen jemand einen Wettbewerbsvorteil erlangen kann oder die dem betreffenden Unternehmen schaden könnten, wenn sie bekannt werden. Diese Art bösartiger Handlungen kann Unternehmen jeder Größe betreffen. Sie kann von vielen Arten von Personen durchgeführt werden: von Hacker*innen, die Sie nicht kennen, von Konkurrent*innen, die nach Möglichkeiten suchen, um Ihrem Unternehmen zu schaden, von falschen Techniker*innen, die angeblich gekommen sind, um Ihren Computer zu überprüfen, von skrupellosen Mitarbeiter*innen, …

Wonach suchen Spion*innen?

Viele Arten von Informationen können für Ihre Wettbewerber*innen oder Feind*innen von Wert sein, zum Beispiel:

  • Daten über Ihr Produktsortiment oder die Produkte, die Sie entwickeln,
  • Daten über Ihre F&E (Design, Prototypen, …) sowie Ihr F&E-Team,
  • Daten über Ihre Kund*innen und die Vereinbarungen, die Sie mit ihnen getroffen haben,
  • Daten über andere Arten von Verträgen, beispielsweise wie viel Sie den besten Talenten in Ihrem Unternehmen zahlen (diese Information wäre für Ihre Konkurrent*innen nützlich, um ihnen ein etwas höheres Angebot zu machen),
  • Daten über Ihre Marketingstrategie,
  • Daten über Ihre finanzielle Situation und Ihre Buchhaltungsdaten, insbesondere wenn Ihr Unternehmen an der Börse notiert ist.

Ist Ihr Unternehmen von Wirtschaftsspionage bedroht?

Betreibt Ihr Unternehmen viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit (F&E), müssen Sie besonders wachsam sein. Bei F&E geht es oft um teure Lösungen und Technologien, die von anderen begehrt werden könnten.

Aber auch im Einzelhandel, in der Finanzbranche und im öffentlichen Sektor sind Berichte über Wirtschaftsspionage an der Tagesordnung. Warum? Weil es sich hier um sehr wettbewerbsintensive Sektoren handelt, aber auch, weil sie wenig in Cybersicherheit investieren. Das hat zur Folge, dass ihre Daten oft schlecht geschützt und leichter zugänglich sind.

Denken Sie daran, dass alle Unternehmen von Industriespionage bedroht sind, auch KMU – oder gerade KMU, sollten wir schreiben. KMU sind tatsächlich ein privilegiertes Ziel, da sie oft nicht die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um sich vor Hacking und Spionage zu schützen. Außerdem werden sie in der Regel als Einfallstor genutzt, um größere Unternehmen zu erreichen.

Dies dürfte Grund genug sein, um zu verstehen, dass Sie besser lernen, wie Sie die Daten Ihres Unternehmens schützen und Wirtschaftsspionage verhindern.

Wie Sie Ihre Geschäftsdaten schützen: 12 Tipps zum Schutz vor Wirtschaftsspionage

1 – Sperren Sie Ihre IT-Systeme

Verwenden Sie auf allen Computern Ihres Unternehmens eine Antiviren- oder Anti-Intrusion-Software, um Ihre Daten zu schützen. Schützen Sie zudem Ihr Netzwerk mit einer Firewall und anderen Sicherheitstools. Erstellen Sie regelmäßig eine Sicherung all Ihrer Daten. Sensible Daten sollten idealerweise auf Computern verarbeitet werden, die nicht mit dem Netzwerk und schon gar nicht mit dem Internet verbunden sind (untersagen Sie Cloud-Speicher). Verbannen Sie Cloud-Lösungen für die Sicherung der Daten und kopieren Sie sie stattdessen in eine zentrale Datenbank oder brennen Sie sie auf physische Medien.

2 – Schützen Sie Ihre interne IT

Beschränken Sie die Anzahl der Mitarbeiter*innen im Unternehmen, die über eine Administrator*innen-ID und ein Passwort für den Zugriff auf das zentrale Rechteverwaltungssystem verfügen. Erstellen Sie separate Profile für Benutzer*innen und Administrator*innen und reduzieren Sie die mit den Benutzer*innen-Profilen verbundenen Zugriffsrechte auf ein striktes Minimum. Die Nutzung einer virtuellen Maschine ist eine perfekte Möglichkeit zur Isolierung des Host-Systems.

3 – Wählen Sie sichere Passwörter

Achten Sie besonders auf Passwörter; diese sind in Bezug auf die Cybersicherheit immer noch die Achillesferse vieler Unternehmen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter*innen bewährte Verfahren für Passwörter befolgen und schlechte Passwort-Gewohnheiten oder gar Passwort-Sünden vermeiden.

4 – Wählen Sie eine Authentifizierung mit mehreren Faktoren, wann immer möglich

Entscheiden Sie sich zwischen zwei Softwarelösungen systematisch für diejenige, die die sicherste Authentifizierungsmethode bietet. Die Einrichtung von 2FA ist eigentlich recht einfach. Außerdem ist sie eine großartige Möglichkeit zur Verbesserung der Sicherheit Ihrer Konten.

5 – Schützen Sie Ihre E-Mails

Abonnieren Sie ein sicheres Nachrichtensystem mit Ende-zu-Ende-Datenverschlüsselung, digitalen Signaturen und Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Achten Sie besonders auf Ihr Postfach. Es gibt einige Fehler in Bezug auf die E-Mail-Sicherheit, die Sie tunlichst vermeiden sollten. Überprüfen Sie systematisch die Adressen der Absender*innen und Empfänger*innen einer E-Mail. Prüfen Sie außerdem sorgfältig die Anhänge. Wenn diese Makros enthalten oder Ihnen die Dateierweiterung (.pdf, .jpg, .doc, .xls etc.) nicht bekannt ist, zögern Sie nicht, den*die Absender*in der Nachricht anzurufen, um sich zu vergewissern, dass diese Dokumente auch tatsächlich von ihm*ihr stammen. Vergessen Sie nicht: Es kann leicht passieren, dass Sie unwissentlich Malware herunterladen, die Daten stiehlt oder Ihre Aktivitäten ausspionieren kann.

6 – Sichern Sie Ihre internen Unterlagen

Ergreifen Sie Maßnahmen, um die Verbreitung der sensibelsten Dokumente einzuschränken. Vernichten Sie Dokumente, die nicht mehr relevant sind (durch Schreddern oder Verbrennen). Geheime Papierdokumente sollten in Tresoren aufbewahrt werden. Digitale Dokumente sollten in einem elektronischen Ablagesystem mit Datenverschlüsselung verwaltet werden, zu dem nur befugte Personen Zugang haben.

Aktenvernichter sind eine gute Möglichkeit, wie Sie vermeiden können, dass vollkommen brauchbare Unterlagen in Ihren Mülltonnen landen.

7 – Sichern Sie Ihre Räumlichkeiten

Ihr Unternehmen kann den physischen Zugang zu seinen Räumlichkeiten mit Zugangskontrollsystemen sichern, zum Beispiel mittels Ausweisen oder Digicodes am Eingang. Lassen Sie an strategischen Punkten Ihrer Gebäude (Eingangs- und Empfangsbereiche, gemeinsame Bereiche, Flure etc.) Sicherheitskameras installieren.

Schaffen Sie ein angemessenes Maß an Misstrauen gegenüber Besucher*innen. Hüten Sie sich vor Quid-pro-quo-Angriffen! Es könnte eine Reinigungskraft oder ein*e IT-Techniker*in vor Ort sein, um Informationen zu sammeln oder vertrauliche Unterlagen zu stehlen. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter*innen, damit sie sich angewöhnen, in Anwesenheit von Dritten nicht mit vertraulichen Informationen umzugehen.

Stellen Sie außerdem sicher, dass der Bildschirmschoner Ihrer Mitarbeiter*innen aktiviert ist. Sind sie nicht an ihrem Arbeitsplatz, sollte der Inhalt ihres Bildschirms schnell unsichtbar werden, und zum Beenden des Bildschirmschoners sollten sie ein Passwort eingeben müssen.

8 – Schützen Sie Ihre Dokumente auf Reisen

Achten Sie auf den Schutz der Dokumente Ihres Unternehmens, wenn Sie unterwegs sind. Tragen Sie Unterlagen nicht unter dem Arm oder in einer Tasche mit sich herum, und seien Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders wachsam. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Geräte schützen und wie Sie Ihre Daten schützen, wenn Sie auf Reisen sind.

9 – Seien Sie vorsichtig bei WLAN-Terminals

Wenn Sie das öffentliche WLAN eines Flughafens, eines Bahnhofs oder eines Hotels nutzen, um mit Ihrem Smartphone oder Computer ins Internet zu gehen, setzen Sie sich einem sehr hohen Risiko aus, dass Ihre Geschäftsdaten gestohlen werden. Hacker*innen suchen diese Orte häufig auf, weil viele Menschen noch immer nicht wissen, welche Risiken sie eingehen, wenn sie diese ungesicherten Verbindungen nutzen. Vermeiden Sie den Umgang mit wichtigen oder sensiblen Dokumenten, wenn Sie keine sichere Verbindung haben. Noch besser ist es, ein VPN zu nutzen.

10 – Vorsicht bei USB-Sticks und anderen Wechseldatenträgern

Es dauert nur ein paar Sekunden, ein Dutzend Dateien auf einen USB-Stick oder eine Festplatte zu kopieren. Verbieten Sie diese Art von Wechseldatenträgern für alle Ihre Mitarbeiter*innen (für bestimmte Mitarbeiter*innen der IT-Abteilung möchten Sie möglicherweise eine Ausnahme machen).

11 – Schulen Sie Ihre Belegschaft

Bringen Sie Ihren Mitarbeiter*innen bewährte Vorgehensweisen in Bezug auf Cybersicherheit bei. Sie müssen mit Social-Engineering-Techniken vertraut sein und lernen, wie Unternehmen ihre Geschäftsdaten schützen sollten, um nicht Opfer von Spionage zu werden. Außerdem müssen sie lernen, mit E-Mails vorsichtig umzugehen und sich vor Anrufen von Techniker*innen oder anderen Fachleuten in Acht zu nehmen, die sie möglicherweise nach sensiblen Informationen fragen oder um Zugriff auf ihren Computer bitten.

12 – Speichern Sie Ihre Daten auf europäischen Servern

Der Cloud-Markt zeichnet sich durch eine hohe Konzentration aus, und fünf Akteure, die als Hyperscaler bekannt sind (AWS von Amazon, Azure von Microsoft, Google Cloud, Alibaba und IBM), teilen sich 80 % dieses Marktes.

Die Rechenzentren dieser Anbieter*innen befinden sich überall auf der Welt, auch in den USA. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Daten bei diesen Anbieter*innen zu hosten, gehen Sie das Risiko ein, dass Ihre Daten auf einen US-Server übertragen werden.

Bedenken Sie jedoch, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den europäischen und den amerikanischen Datenschutzgesetzen gibt. Die Europäische Union hat Rechtsvorschriften, die sie regelmäßig ergänzt, um die Privatsphäre der europäischen Bürger*innen zu schützen (lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel über die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation). Die Datensouveränität ist ein wachsendes Anliegen der Mitgliedsstaaten, die sich über die Risiken der Wirtschaftsspionage, die durch die technologischen Entwicklungen im IT-Sektor begünstigt werden, Sorgen machen.

Belgien verfügt über eines der strengsten Datenschutzgesetze. Das Gesetz zum Schutz des Privatlebens vom 8. Dezember 1992 schützt die Bürger*innen vor einer missbräuchlichen Nutzung ihrer privaten Daten. Daraufhin wurde die Kommission für den Schutz des Privatlebens eingerichtet, die dafür sorgt, dass bei der Verwendung personenbezogener Daten die Privatsphäre respektiert wird.

In den USA hat die NSA in den letzten Jahren tausende Male gegen Datenschutzgesetze verstoßen. Das Risiko der Wirtschaftsspionage ist nicht auszuschließen, insbesondere wenn Ihr Unternehmen in einem sehr wettbewerbsintensiven Sektor tätig ist oder sehr fortschrittliche Technologien einsetzt.

Daher ist es für Nutzer*innen, Unternehmen und Einzelpersonen gleichermaßen äußerst wichtig, für die Sicherheit ihrer Daten, ihrer Privatsphäre und ihrer Anonymität zu sorgen, indem sie ihre Daten auf hochsicheren europäischen Servern speichern, die die Achtung ihrer Privatsphäre garantieren.

Fazit

Heutzutage ist Wirtschaftsspionage keine Seltenheit mehr, und deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Daten vor dem Ausspähen durch Unternehmen schützen.

Mailfence schützt die Online-Privatsphäre seiner Nutzer*innen, ganz egal, ob es sich um Einzelpersonen oder Unternehmen handelt.

Noch besser für Ihr Unternehmen ist, dass unsere E-Mail-Suite eine Reihe von modernen kollaborativen Funktionalitäten enthält, die sie zur besten Alternative zu Google Workspace machen:

Alle diese Dienste sind sicher und vertraulich, aber lassen Sie sich nicht von ihrem scheinbaren technischen Charakter abschrecken: Sie sind kinderleicht zu benutzen. Testen Sie es einfach selbst, indem Sie jetzt ein kostenloses Konto eröffnen!

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Patrick De Schutter

Patrick ist der Mitbegründer von Mailfence. Er ist seit 1994 Serienunternehmer und Startup-Investor und hat mehrere bahnbrechende Internet-Unternehmen wie Allmansland, IP Netvertising oder Express.be gegründet. Er ist ein überzeugter Anhänger und Verfechter von Verschlüsselung und Datenschutz. Sie können @pdeschutter auf Twitter und LinkedIn folgen.

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