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Das Problem mit den Big-Tech-Unternehmen und warum Sie es wichtig nehmen sollten

Das Problem mit Big-Tech

Inhaltsverzeichnis

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Big Tech. Oder erst Big Four und dann Big Five oder GAFAM-Tech-Giganten (GAFAM steht für Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft). Unwahrscheinlich, dass Sie noch nicht von ihnen gehört haben. Aber welche Befürchtungen gibt es in Bezug auf die Big-Tech-Unternehmen? Inwiefern bieten die Technologieriesen gute Dienstleistungen für Menschen und setzen sie dann für erschreckende Zwecke ein?

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Wer sind die Big-Tech-Unternehmen – und warum sind sie wichtig?

Die großen Technologieunternehmen gehören zu den Unternehmen, mit denen Sie im Laufe Ihres Lebens am häufigsten in Kontakt sind. Um genau zu sein, handelt es sich dabei um Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft. Diese sogenannten Big Five haben einen enormen Einfluss auf unser Leben. Jeder von uns hat mindestens einmal ihre Dienste in Anspruch genommen. Manche von uns nutzen sogar mehrere, wenn nicht sogar alle Dienste dieser Unternehmen. Hinzu kommt, dass diese Unternehmen in atemberaubendem Tempo expandiert und immer mehr Dienste geschaffen haben – und genau hier liegt das Problem.

Facebook (mittlerweile Meta) verwaltet unter anderem Facebook, Instagram und WhatsApp. Drei der beliebtesten Messaging-Dienste der Welt. Zufall? Ganz und gar nicht! Herr Zuckerberg wusste genau, was er tat, als er Instagram und WhatsApp übernahm. Sein Unternehmen kaufte seine beiden Hauptkonkurrenten und schaltete damit gewissermaßen die Konkurrenz aus. Interoperabilität ist notwendig für einen gesunden Markt, den die Torwächter zu zerstören versuchen.

Darüber hinaus hat Google eine Vielzahl von Diensten entwickelt. Denken Sie nur an Gmail, Google Adwords, Adsense, Google Analytics – und die Liste geht noch weiter. Amazon, auch ein Player der Tech-Giganten, ist zum Marktplatz für beinahe alles geworden, was Sie sich nur vorstellen können, von Stecknadeln über hochentwickelte Geräte bis hin zu allem, was Sie in die Suchleiste eingeben können.

Der Punkt ist, dass diese Konglomerate zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden sind. Dabei ist es ganz egal, ob Sie ein*e einfache*r Nutzer*in sind oder ein*e Firmennutzer*in. Indem sie “kostenlose Dienste” anbieten, können die Technologieriesen ihre Konkurrenz verdrängen und vernichten, egal ob es sich dabei um Start-ups, mittelständische Unternehmen oder sogar Großunternehmen handelt. Niemand ist vor der Konkurrenz der großen Tech-Unternehmen sicher.

Werfen Sie ruhig einmal einen Blick auf einige der jüngsten Übernahmen von Facebook, um sich eine bessere Vorstellung von der Reichweite dieser Unternehmen zu machen.

Das Problem mit den Technologieriesen

Wie verdrängen sie ihre Konkurrenz vom Markt? Entweder sie manipulieren den Markt, indem sie die Preise um bis zu 50 Prozent senken, oder indem sie Dienstleistungen geradeheraus “kostenlos” anbieten. Achten Sie auf die Anführungszeichen, denn diese Dienstleistungen haben einen höheren Preis, als Sie denken. Wenn es sich nicht um den Preis für ein Abonnement handelt, worum geht es dann? Daten! Die Daten von Milliarden von Nutzer*innen. Big-Tech-Unternehmen verkaufen die Daten ihrer Nutzer*innen an Werbetreibende oder verwenden sie, um ein besseres Verständnis über ihre User*innen zu erhalten. Lassen Sie uns nicht über die zahlreichen Datenschutzskandale, in die Facebook verwickelt ist, sprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich Herr Zuckerberg im letzten Jahrzehnt mindestens zehnmal entschuldigt.

Darüber hinaus wollen diese riesigen Unternehmen so viele Marktanteile wie möglich erobern. Denken Sie nur an Amazon: Das Unternehmen verkauft alles, was Sie sich nur vorstellen können. Oder nehmen wir zum Beispiel Microsoft: 87,7 Prozent der Computer weltweit verwenden Windows! Unglaublich, nicht wahr? Rechnen Sie nach, und die Zahl, die dabei herauskommt, ist einfach irre. Nun entwickelt Microsoft aber nicht nur das Windows-Betriebssystem, das Unternehmen verkauft auch seine Surface-Laptops und entwickelt außerdem Software für eine Vielzahl von Dienstleistungen, denken Sie nur an Office- und E-Mail-Lösungen. Der Punkt ist: Diese Unternehmen haben es sich zum Ziel gesetzt, in jeden Markt und danach in jede Nische einzudringen und den Wettbewerb zu verdrängen.

Was bedeutet das für Sie?

Was ist so schlimm daran? Nun. Wenn sie den Wettbewerb aus dem Markt verdrängen, schafft das eine Monopolstellung, was im Endeffekt dazu führt, dass sie – sobald ihre Konkurrent*innen weg sind – für ihre Dienstleistungen verlangen können, was immer sie wollen. In einem Monopol könnte der Preis für ein Produkt in die Höhe schießen, und Sie würden es trotzdem kaufen, weil es keine Alternative gibt! Ein wettbewerbsorientierter Markt ist für Endverbraucher*innen von Vorteil, da Sie viel mehr Optionen zu günstigeren Preisen haben. Der Wechsel von Technologie-Anbietern ist jedoch nicht so einfach. Das liegt an dem so genannten Vendor Lock-in, also der Bindung an eine*n bestimmte*n Anbieter*in. Mit diesem Begriff werden die Techniken beschrieben, mit denen Service-Anbieter*innen es Ihnen unglaublich schwer machen, zu einem anderen Dienst zu wechseln.

Wenn Tech-Kolosse ohne Rücksicht auf Regeln wild umherrennen, hat das Konsequenzen. Es erstickt neuen Wettbewerb und vernichtet Innovationen, weil sie den Eintritt neuer Unternehmen in einen Markt verhindern. Sie werden also für alle Dienstleistungen, die Sie benötigen, für immer an diese Giganten gebunden sein. Glücklicherweise sind wir in den meisten Märkten noch nicht an diesem Punkt angelangt, aber wir erreichen ganz klar den Punkt, an dem die großen Fünf gestoppt werden müssen. Staats- und Regierungschefs der EU wie auch der USA sind der Ansicht, dass Big Tech außer Kontrolle geraten und es zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon zu spät sei.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber als Kund*in haben auch Sie eine Menge Macht. Wenn Sie aufhören, monopolistische Unternehmen zu unterstützen, und stattdessen kleineren Unternehmen den Vorzug geben, die das von Ihnen benötigte Produkt liefern, tragen Sie dazu bei, einen gesunden Wettbewerb am Markt aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus dienen diese alternativen Dienste Ihrem Zweck, ohne Sie rund um die Uhr auszuspionieren!

Sagen Sie NEIN zu Konglomeraten und unterstützen Sie lokale Unternehmen und Dienstleistungen. Wenn genügend Verbraucher*innen keine Produkte der Tech-Giganten kaufen, werden diese Unternehmen gezwungen sein, sowohl ihr Geschäftsmodell als auch ihren Ansatz zu ändern. Wenn Big Tech zur Norm wird, wird Ihr Leben als Konsument*in sehr viel schwieriger werden.

Big Tech hört mit

Alle großen Tech-Unternehmen spionieren Sie aus. Google und Facebook sind die offensichtlichsten, auch wenn sie versuchen, dies mit ständig neuen “transparenten Richtlinien” zu verbergen. Microsoft verfolgt jede Bewegung, die Sie auf Ihrem Desktop machen, und nennt dies Telemetrie. Cortana, Microsofts KI-Assistentin, überwacht alles, was Sie sagen, über das Mikrofon. Natürlich nur, wenn die Option aktiviert ist, aber in den meisten Fällen ist sie es von Haus aus und muss manuell ausgeschaltet werden.

Amazon sammelt alles, was Sie auf seiner Website tun, vom Kaufverhalten über Klicks bis hin zum einfachen Anzeigen eines Produkts. Dann werden Sie per E-Mail mit Produkten bombardiert, die Sie möglicherweise kaufen könnten. Auf den ersten Blick scheint das alles noch ganz nett zu sein, weil das Unternehmen Sie besser verstehen wird und Ihnen ein besseres Erlebnis bieten kann. Doch ist es nicht unheimlich, dass Sie in dem Augenblick, in dem Sie über Fitness sprechen, gesponserte Werbung für einen Protein-Shake erhalten? Oder besser noch, für Produkte aus dem Fitnessbereich, wie z. B. Hanteln? Stellen Sie sich vor, Sie sprechen über ein intimeres Thema, z. B. Ihr Dating-Profil oder eine Krankheit. Was würden Sie dann bekommen?

Apple, das Unternehmen, das das reibungsloseste und begehrenswerteste Ökosystem von Produkten und Diensten geschaffen hat, hat sich verschiedener Schwindeleien schuldig gemacht. Obwohl Apple bei seiner Datenerfassung transparenter ist, ist das Unternehmen in verschiedene Skandale verwickelt. Vor nicht allzu langer Zeit startete zum Beispiel ein kleines Start-up-Unternehmen sein Business. Es hieß Prepear und hatte als Logo genau das: eine Birne. Der findige Apfel sah darin einen Schachzug, mit dem Prepear den Top-of-Mind-Ansatz von Apple nachahmen würde. Also setzte Apple seine Armee von Advokat*innen ein und startete eine Sammelklage gegen das Start-up.

Was können Sie dagegen tun?

Als Verbraucher*in haben Sie einen direkten Einfluss auf diese Big-Tech-Unternehmen. Sagen Sie Nein zur endlosen Sammlung und Verarbeitung Ihrer Daten. Wählen Sie datenschutzorientierte Dienste, die sich um den Schutz Ihrer Daten bemühen, anstatt sie zu Geld zu machen. Lesen Sie außerdem sorgfältig die Datenschutzrichtlinien. Ja, anstatt zehn Seiten langweiligen juristischen Jargons zu überfliegen, nehmen Sie sich etwas Zeit und erfahren Sie, wie Ihre Daten verarbeitet werden. Stellen Sie Fragen! Wie werden Ihre Daten erfasst? Wie werden sie verarbeitet? Wenn die Unternehmen Analytics einsetzen, dann achten Sie darauf, dass sie eine Open-Source-Software dafür verwenden. Es gibt noch andere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Online-Privatsphäre und Ihre Daten schützen können.

Haben Sie es satt, dass Gmail Ihre E-Mails scannt? Wählen Sie einen vertraulichen und sicheren E-Mail-Anbieter wie Mailfence. Mit all den Datenschutzskandalen, die ans Licht kommen, wird ein*e private*r E-Mail-Anbieter*in heutzutage immer wichtiger.

Noch nicht überzeugt? Werfen Sie einen Blick auf die Gründe, warum Sie einen vertraulichen E-Mail-Service benötigen.

Deaktivieren Sie abschließend die Optionen, mit denen Ihre Daten erfasst und an diese Unternehmen zurückübertragen werden. Das ist zwar keine narrensichere Lösung, da diese Tech-Riesen wissen, wie sie es umgehen können, aber es gibt Ihnen zumindest ein gewisses Maß an Seelenfrieden.

Sie müssen nur den ersten Schritt machen, um Ihre Online-Privatsphäre wiederzuerlangen. Prüfen Sie gerne selbst, wie Mailfence Ihre Erwartungen an den Datenschutz und die Sicherheit Ihrer E-Mails erfüllt.

Wenden Sie den Tech-Gigant*innen den Rücken zu

Der ultimative Tipp, um die Probleme mit Big Tech zu lösen, ist jedoch, sich zu informieren und sich der Tatsachen bewusst zu werden. Die massenhafte Datenerfassung findet statt und wird zur Norm werden, wenn Sie nicht erkennen, dass Ihre persönlichen Daten Ihnen gehören – und dass Sie tatsächlich entsprechend handeln können.

Behalten Sie die Technologieriesen im Auge, informieren Sie sich, wie sich ihre Datenschutzrichtlinien entwickeln, und lösen Sie sich möglicherweise von Google (Stichwort: “entgooglen” oder “degoogle”), Apple, Microsoft und Amazon. Unterstützen Sie kleinere Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Ihre Daten zu schützen und sicher zu bleiben.

Sie können auch lernen, wie Sie Ihre Privatsphäre schützen können; beginnen Sie doch einfach mit diesem tollen Kurs über E-Mail-Privatsphäre und Online-Sicherheit.

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Patrick De Schutter

Patrick ist der Mitbegründer von Mailfence. Er ist seit 1994 Serienunternehmer und Startup-Investor und hat mehrere bahnbrechende Internet-Unternehmen wie Allmansland, IP Netvertising oder Express.be gegründet. Er ist ein überzeugter Anhänger und Verfechter von Verschlüsselung und Datenschutz. Sie können @pdeschutter auf Twitter und LinkedIn folgen.

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